Mein Corona-Tagebuch 2

Eine Einladung, sich zu erinnern:
Mein Corona-Tagebuch:

Ich erinnere mich …
… wie entsetzt ich war, als die ersten C.Fälle in Österreich bekannt wurden,
ein Bürgermeister einer OÖ-Fremdenverkehrsgemeinde ,
in einem Interview sagte, dass trotz allem, die Tourist*innen
aus dem Land indem das Virus den Anfang nahm, herzlich willkommen seien.
***
… wie erleichtert ich war, als von der Regierung zu Beginn der Pandemie,
die Schutzmaßnahmen verkündet wurden.
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… wie intensiv meine Angst vor Ansteckung damals war.
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… dass ich von 8.3. bis 1.5.2020 das Haus nur zum Müll entsorgen verlassen habe.
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… wie traurig es war, dass ich unsere Mama und unseren Bruder im Sommer 2020,
 nicht besuchen durfte im Krankenhaus, weil nur eine Person pro Tag für eine Stunde zu Besuch kommen durfte. Diese eine Stunde, wollte ich meiner Schwester, und meinen (Stief)Papa nicht wegnehmen. Bei meinem Bruder natürlich der Schwägerin den Vortitt ließ.
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… wie entsetzlich es nach dem Tod von Mama und Bruder damals war, dass die Trauerfamilie und Trauergäste, sich nicht berühren, sondern sich nur wie Statuen zunicken durften.
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… dass ich für die Verabschiedung unserer zwei Liebsten einige schöne Rituale geplant hätte,
doch ALLES verboten wurde, aus Sicherheitsgründen. Nicht einmal mit einem Zweiglein vom Segensbaum, durfte Weihwasser auf das Grab geträufelt werden.
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… dass ich zu damaliger Zeit, alles für wahr und wirklich genommen habe, was uns
an Sicherheitsvorkehrungen aufgedrückt wurde ….
***
Segensgrüße hinaus in die Welt.

Geschwistertag – für Uwe

An diesem heutigen Ehrentag der Geschwister,
widme ich diese Gedanken, diesen Beitrag
meinem / unsereren geliebten Bruder Uwe.
Seine Seele ist am 1.8.2020 in die andere,
lichtvolle, göttliche Welt geschwebt.
Im Lichtschloss Gottes auferstehen,
wir werden uns dort wiedersehen.

Uwe wir vermissen dich so sehr!
In nie endender Liebe
Deine zwei Schwestern

Valentinstagpoesie: 14.2.22

Eine Aktion von Susanne Senft
Die heutige Vorgabe ein Sonett zu schreiben.

Für meine Mama und meinen Bruder

Den Blumenstrauß für diesen Tag,
stell ich auf schwarze Erde.
Weil es mir so am Herzen lag,
euch nie vergessen werde.

Gegangen seid ihr schon voraus,
ins Jenseits, in das Licht.
Weit weg von diesem Erdenhaus,
das Herz mir dabei bricht.

Zwischen Wolken nun ein Strahl,
er kommt von eurer Seele.
Ein Mysterium die lichte Welt,

doch ich hab keine andre Wahl,
drum – dem Herrgott ich befehle
dass er sich stets zu euch gesellt.

Ich wünsche euch eine segensreiche Nacht.
Herzliche Segensgrüße!

18.1.1967 – 1.8.2020

Lieber Uwe
genau heute vor einem Jahr
haben wir dich bestatten müssen.

Du fehlst uns so sehr.
Es fühlt sich schmerzvoll an,
keinen Bruder mehr zu haben.
Wir sind sehr traurig und vermissen dich sehr.
Doch, du bist bei Jesus geborgen und glücklich!
In Liebe deine zwei Schwestern mit der ganzen Familie.
***

29. Schreibimpuls | Lockdown-Lyrik 29/05 #2

Lyrimo Dagmar lädt uns im Mai täglich zum Mitschreiben ein.

29.Schreibimpuls:
Nütze die Möglichkeiten: Telefon Gespräch
Zurückgezogen in unsere Schreibzimmer,  in die PoesierKemenaten,
in die FederkielGemächer , die Dichterstuben  –
was haltet ihr denn mal von einem netten Gespräch
mit wem auch immer, vielleicht einfach mal so oder so,
wer freute sich nicht über einen Anruf von X, Y oder auch von Z.

 Also der Impuls unter der Rufnummer XXX XXXX-XXX XXX lautet heute :
„Telefongespräch“
Ein Elfchen, ein Akrostichon, ein Rondell oder ein Pantun,
ein Limerick oder ein Haiku…ihr könnt euch FREI entfalten…

Telefonläuten
nach Mitternacht
Angst steigt auf.
Nachricht: Mama ist verstorben.
Schock!

Nach
zwei Tagen
geweckt durch Telefonläuten.
Nachricht: Bruder ist verstorben.
Zusammenbruch!

Das war am 28.7. und 1.8.2020