„Feierabend“ Sommer 2021/1

Literarisches Thema: Erlebnisse

Zitronenverliebt

„Du hast fünfzehn Minuten Zeit. Schreibe über diese Zitrone!“ So war die Aufgabenstellung der Schreibseminarleiterin. Ich schrieb. Danach folgten noch weitere Schreibübungen.
Doch meine Gedanken wanderten unaufhörlich zu dieser gelben Frucht,
die vor meinen Augen glänzte. Zuhause erhielt sie einen Ehrenplatz in der Obstschüssel.  
Demnächst wollte ich ihren Saft im Tee genießen.
Ich brachte es nicht zusammen sie  auszupressen. Legte sie zurück zu den anderen Obstsorten.
Ich freute mich, weil sich dieses saure Früchtchen in mein Herz geschlichen hatte. Auch in der darauffolgenden Zeit durfte sie unberührt hier verweilen. Schon steinhart und vertrocknet, behielt ich sie noch lange bei mir.
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Frohe Nachmittagsgrüße!

„Feierabend“ Frühling 2021

Literarisches Thema: Ideale – Vorbilder – Idole

V orbilder sind
O hne Starallüren
R eal und echt
B eispielgebend
I dealistisch denkend
L oyal und lebensnah
D emokratisch
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V orbilder
O hne positive Wirkung
R angieren oft
B eliebt und meinungsbildend
I n der Öffentlichkeit
L öschen den letzten Funken
D es guten Geschmacks noch aus
***
V orbildhafte Menschen
O rientieren sich an
R echt hohem Niveau
B rauchen keine Sonderstellung
I n der Gesellschaft
L eben einfach und in
D ankbarkeit
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Bleibt gesund und fröhlich!
Segen!

„Feierabend“ Frühling 2021

Literarisches Thema: Ideale – Vorbilder – Idole

Der „Feierabend“ ist zwar schon im März erschienen, dennoch erlaube ich mir einige meiner darin veröffentlichten Texte verspätet zu posten.

Ein vorbildliches Mädchen
Drabble

Der geöffnete Regenschirm im Wind, ein Einkaufs-Trolley, ein Mobiltelefon, das in der Jackentasche vibrierte. Trotz Handschuhen an den Händen, wollte ich den Anruf entgegennehmen. Also eine ziemliche Herausforderung. Als ich herumhantierte kam ein Mädchen auf mich zu. Sie nahm sich wortlos meines Einkaufswagens an. Ich konnte bequem das Telefonat führen. So gingen wir ein Stück des Weges gemeinsam. Als ich das Telefonat beendet hatte, reichte sie mir den Trolley mit den Worten. „Ich freue mich, weil ich Ihnen helfen konnte.“ Ich war so sprachlos-staunend, dass ich nur ein Dankeschön hervorbrachte. Das hilfsbereite Kind eilte davon. Freudig überrascht blieb ich zurück.
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Vorbildwirkung
Drabble

Wenn ich meine Gedanken zurück wandern lasse in Kindheit und Jugend, kommt mir nicht in den Sinn, je Idole gehabt zu haben. Doch habe ich stets Menschen für ihre Fertigkeiten, Fähigkeiten, oder ihre Spiritualität, oder umfangreiches Wissen bewundert. Dass ich das Leben mir nur Irgendjemandem tauschen hätte wollen, ist mir nie in den Sinn gekommen. Kein kleines Sternchen, oder großer Star hätte mich je so begeistern können. Ein Mensch mit Vorbildwirkung muss für mich eine Persönlichkeit darstellen. Mit Standvermögen, Rückgrat, Ehrlichkeit, Herz, Verstand, Eloquenz, Geist, Charakterstärke und Loyalität.  Mit Herzensbildung und Gerechtigkeitsinn. Bereit Verantwortung zu übernehmen, selbstdenkend und selbstreflektierend.

Ich wünsche uns allen einen wundersam gesegneten Nachmittag!

„Feierabend“ Frühling 2021

Literarisches Thema: Ideale – Vorbilder – Idole

Der „Feierabend“ ist zwar schon im März erschienen, dennoch erlaube ich mir einige meiner darin veröffentlichten Texte verspätet zu posten.

Rund um den Weltfrauentag
Drabble

Alljährlich dasselbe Procedere. Zum Weltfrauentag werden Lobeshymnen auf die Frauen angestimmt. Belobigt, mit Blümlein und anderen Aufmerksamkeiten von Politikern „geehrt“.
Rund um diesem 8.März erinnert man(n) sich welch wertvollen Beitrag Frauen leisten. Welchen Doppel- und Dreifachbelastungen sie oftmals ausgesetzt sind und welch wertvollen Beitrag sie für die Familien, Wirtschaft, für das Allgemeinwohl leisten. Nun stelle ich mir wieder einmal die Frage. Wie lange wird es noch bei diesen Lippenbekenntnissen bleiben. Wann folgen Taten und eine adäquate Aufwertung der Frauen auf allen Ebenen und das nicht nur mit Worten. Es wäre vorbildlich und ideal für die Frauen wenn wahrhaftig Taten folgten.
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Die Eltern als Vorbilder
Drabble
Etwas erstaunt war ich, als wir beim Tierärzte-Ehepaar unseres Vertrauens, im Behandlungsraum eintrafen. Unsere Doktoren  waren nicht anwesend. Stattdessen nahm uns deren Sohn, der ebenfalls veterinärmedizinisch ausgebildet ist, in Empfang. Anfangs dachte ich, er sei anstelle einer Assistentin anwesend. Doch nein. Er nahm sich unseres Katers an. Kompetent, vertrauenswürdig, äußerst fachkundig, liebevoll und freundlich. Er führte die Kontrolluntersuchung derart routiniert, mit sicherer Hand und prüfenden Blick durch. Jeder Handgriff saß. Er setzte die Injektion, so als würde er schon jahrelang diese Tätigkeit ausführen. Doch dafür ist er zu jung. Seine Eltern, erstklassige Tierärzte, sind dem jungen Mann, vermutlich nachahmenswerte Vorbilder.
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Danke für eure geschätzten Besuche !
Ich wünsche uns allen eine erholsame Nachtruhe!
Liebe Grüße und Segen!

Literarisches Thema: „Gemeinschaft und Gesellschaft“ Warum?

Es bleibt das Warum
Drabble

Am Telefondisplay las ich den Namen meiner Freundin als es klingelte. Mit Freude nahm ich ihren Anruf entgegen.  „Monika, ich muss dir etwas sagen. Wenn ich fertig gesprochen habe lege ich auf. Deine Telefonnummer werde ich anschließend löschen aus meiner Kontaktliste. Und bitte stell mir keine Fragen.“  Ihre Stimme klang eigenartig. Ein unangenehmes Gefühl machte sich in mir breit. Mein Herz klopfte bis zum Hals. Sie bedankte sich für die jahrzehntelange Freundschaft. Für alles was ich für sie getan habe. Für alles was sie durch mich lernen durfte. Abschließend las sie ein Gedicht, dessen Schlussworte lauteten: „Ich vergesse dich nie!“
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Grüße in den Regengrauenkuschelnachmittag!