ABC – Etüden

Dank Christiane geht die Erfolgsstory der Etüden weiter,
Die Wortspende stammt diesmal von Mutiger leben.
Folgende Worte sind in einem maximal 300 Worte umfassenden Text zu verwenden:

43/44.20   Schmutzfink, fabelhaft, mopsen

Der Spaziergang
Drabble

Blauer Himmel, Sonnenschein, Blattgold auf Wiesen und Wegen. Also, fabelhafte Voraussetzungen für einen ausgedehnten Spaziergang mit meinem Tageshund Ghino. Fröhlich machten wir uns auf den Weg. Nach gut zwei Stunden über Stock und Stein sahen seine weißen, gelockten Haare auf seinen Pfötchen schon dunkelgrau bis schwarz und etwas struppig aus. Man könnte fast denken, Ghino hätte dunkle Stiefelchen an seinen Beinen. Mit einem Wort, Herr Ghino war als liebenswerter Schmutzfink unterwegs. Unsere Nachmittagswanderung machte dem Hundebuben sichtlich Spaß und vermutlich auch hungrig. Denn wie könnte es sonst sein, dass er sich daheim angekommen, aus Herrn Pizzingers Leckerli-Box ein Würstchen mopste.
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41/42.20   Landvermesser, undankbar, aussetzen

Der Findling
Drabble

Friedrich war ein Landvermesser wie er im Buche steht. Er würde keine Sekunde vor offiziellen Arbeitsschluss seine Arbeit niederlegen. Doch an diesem Tag war es anders. Friedrich fühlte sich unwohl. Deswegen beschloss er mit seiner Vermessungstätigkeit aufzuhören. Unter einem Kastanienbaum fand kam er zur Ruhe. Plötzlich vernahm er rascheln, sowie leises Jammern. Friedrich erschrak. In der Wiese lag ein hilfsbedürftiges Kätzchen. „Oh Gott, ein ausgesetztes Katzenjunges. Kaltblütige, undankbare Menschen“, dachte er. Liebevoll nahm er den Findling an sich, um ihn daheim zu versorgen. Aus dem verstoßenen Katzenmädchen ist mittlerweile eine Katzenmadame geworden. Sie wird von der gesamten Familie innig geliebt.
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39/40.20   Pilze, traurig, schlafen

Freudige Überraschung
Drabble

Aus Vorsichtsmaßnahme hatte Beate ihre Eltern seit Wochen nicht besucht. Darüber waren sie wirklich sehr traurig. In den nächsten Tagen feierte Mutter einen runden Geburtstag. Den wollte sie keinesfalls ungewürdigt vorbei gehen lassen. Beate kündigte für den Festtag ihren Besuch und die selbstgebackene, von den Eltern begehrte Nusstorte an. Mamas Geburtstag ist im Herbst, so sollte diese auch herbstlich mit Marzipanfiguren dekoriert werden. So entschloss sich Beate aus passend eingefärbtem Marzipan, Pilze, Blätter, feines Astwerk und kleine Kürbisse zu fabrizieren. Die Freude an Mutters Ehrentag war herzinniglich. „Nachdem du endlich wieder hier warst, können wir gut schlafen“, verkündete  der Vater.
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37/38.20   Idee, engelhaft, vergraben

Ideen haben wir sehr viele,
doch leider führen nicht alle zum Ziele.
Manche sind wirklich engelhaft,
doch sie werden vergraben – dauerhaft.
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Das meine Lieben ist jetzt erstmal ein Versuch.
Ich werde abwägen , ob ich mitmache,
weil ich bin nun mal keine Geschichtenschreiberin … 🙂 😦
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Gute Nacht und Segen!

Das nächste literarische Thema: Gesellschaft & Gemeinschaft

Mein nächstes Schreib-Projekt steht bereits am Start.
Das literarische Thema für die Winter-Ausgabe des Feierabends steht fest. „Gesellschaft und Gemeinschaft“. Interessant und aktuell.

Die Ausgabe des „Herbst -Feierabend“ wird vermutlich in den nächsten Tagen erscheinen. Ich freue mich darauf und lasse euch natürlich daran teilhaben.

… frohe, schreibfreudige Grüße und Segen …

Reimplauderei zum Tag

Nicht nur … für die DienstagdichterInnen …

Morgen, der letzte Dienstag im August,
da will ich dichten sehr bewusst.
Will keinen Dienstag je versäumen,
sonst müsst vor Gram und Wut ich schäumen!

… dichtende und verdichtende Grüße
mit Herz und Segen!

Postcoronale Menschwerdung

Positive Neuerungen, Erfindungen, Entwicklungen welche der Menschheit dienlich sein sollten, sind in ihrer Verwendung missbraucht worden. Sie dienten nicht mehr ihrer wahren Bestimmung. Nämlich der, das Leben zu erleichtern. Das Gegenteil war der Fall. Die Menschen haben sich zum Slaven gemacht. Anstelle Technik zu nutzen, wurde sie zweckentfremdet. Ebenso unlauterer Wettbewerb, Machtmissbrauch, Ausbeutung auf allen Ebenen. Das gehörte zur normalen Geschäftsgebarung. Viele Bevölkerungsschichten, schwangen sich auf diesen zerstörerischen Lebens-Modus ein. Selbstsucht, Egoismus, Narzissmus, Gier, Gleichgültigkeit. Faktoren die sich alles in allem ungünstig auswirkten. Mächtige, globale Zerstörungsmechanismen kamen in Bewegung. Diese Spirale drehte sich schneller und schneller. Achtsamkeit, Verantwortungsbewusstsein und Menschlichkeit verloren ihren Platz in der (Geschäfts) – Welt. Genauso in Köpfen und Herzen. Dann kam Tag X mit SARS-CoV-2 und somit Stillstand. Etwas das nicht zu sehen, zu riechen, zu fassen oder zu fühlen ist. Dieses Unfassbare – ein Virus. Ein zerstörerisches noch dazu. Nichts war mehr so wie es gestern noch war. Gewiss ist, dass es eine Zeit nach Corona geben wird. Noch nicht gewiss ist, wie die Menschen sich danach verhalten werden. Ob sie dort weiter machen, wo sie aufgehört haben, oder ob es eine postcoronale Menschwerdung geben wird. Indem sich die Menschheit auf andere Wertigkeiten besinnen wird. Ich vertraue auf eine bessere, menschlichere Welt.

Veröffentlicht in der Feierabend-Sonderausgabe
Ausnahmezustand 2o2o“ in den Editionen Lebens-Lese-Zeichen.

Wir sind noch lange nicht dort, wo wir hin müssen in dieser Angelegenheit. Ich hoffe weiterhin auf Verantwortungsbewusstsein, Rücksichtnahme und Akzeptanz  der Gefahr durch die Bevölkerung.
… von Herz zu Herz … Segen!

Das Foto

„Herr Pizzinger, ich brauche ein super schönes Foto von dir.“  Das waren die Worte, welche mein Frauchen zu mir sagte. Genau in einem Moment in dem ich tiefenentspannt auf meinem Balkon döste. Ein Foto! Noch dazu ein super schönes. Jetzt war ich wirklich erstaunt, weil es ohnehin nur schöne Fotografien von mir gibt. Wirklich, ohne eingebildet zu sein, behaupte ich, dass ich ein hübscher Katzenmann bin. Gut, das ist die eine Sache. Nur die andere, warum sie das braucht, machte mir Sorgen. Nämlich, weil die Menschen bei denen ich früher gelebt habe, bevor ich hierher kam, benötigten auch einmal ein gutes Foto von mir. Was dann geschah war für mich schon furchtbar. Diese Aufnahme  von mir erschien daraufhin in der Samstagausgabe einer Tageszeitung. Das Schlimmste dabei war, dass meine Telefonnummer dazugeschrieben wurde. Es sollten nämlich Menschen anrufen, die mir ein neues Daheim geben wollten.

Gut, das ist eine andere Geschichte. Vielleicht erzähle ich diese ein andermal.  Nun aber zurück zu dem Foto das demnächst entstehen soll.
Anscheinend dürfte meine Monika erkannt haben, dass ich mir echte Sorgen machte. Daraufhin brachte sie Licht ins gefährliche Dunkel. „Herr Pizzinger, ich brauche die Aufnahme von dir für meinen neuen Blog, damit ich dich nicht nur mit Worten, sondern dein wunderhübsches Erscheinungsbild vorstellen kann. Es haben sogar schon BloggerfreundInnen nach Fotos von dir gefragt. Sie wollen nicht nur von dir lesen, sondern sie wollen dich auch sehen.“  Ach so, naja, das ist natürlich ein ganz anderer, äußerst positiver Sachverhalt. Boaahh, ist mir ein Stein, um nicht zu schreiben, ein ganzer Berg vom meinem Herzerl gefallen. Wenn das so ist, darf ich weiterhin glückselig katzenmäßig entspannt sein. In diesem Sinne, ich weiß Bescheid! Ihr wisst Bescheid!

Bis bald & Bussis
Euer Herr Pizzinger