„Erzähl und schreib doch mal“

Nachhaltiges Mitmachprojekt von der Erinnerungswerkstatt
Heidi Maria Stadler lädt dazu ein. Danke, ich freue mich!

„Wer schreibt der bleibt“

Zugegeben, früher war ich noch nicht wirklich davon überzeugt, dass das Aufschreiben von Was-auch-immer so wertvoll und wichtig ist. Tagebuch schreiben, war mir schon als Jugendliche wichtig. Obwohl ich wahrscheinlich den Sinn der Wichtigkeit damals noch nicht kapiert habe.
So habe ich doch mein Leben lang immer wieder geschrieben und aufgeschrieben, weil es für mich persönlich wichtig war. Was mich doch sehr störte, war die Tatsache, dass ich jedoch nicht regelmäßig, beziehungsweise täglich geschrieben habe. Da kam mir ein Workshop von dem ich zufällig in der Zeitung gelesen hatte gerade recht. Das Thema: „Tagebuch schreiben“.

Es war damals eine kleine Runde von zehn Frauen, welche sich an dem Vormittag diesem Tagebuch Schreibthema gewidmet haben.  Es gab dazu ein paar Fragen. Jedoch nur sehr begrenzt.
Jedoch hatten zwei Hauptthemen oder Hauptfragen die Oberhand.
Nämlich, warum überhaupt schreiben, wann nicht wirklich täglich?
Und, warum überhaupt schreiben, weil es doch einmal niemandem interessieren wird, was aufgeschrieben wurde.

Ja, das war das, was uns Frauen am meisten beschäftige und das Herz bewegte.
Die Kursleiterin widersprach uns grundlegend, effektiv. Diese Frau, selbst schreibende und Schreibpädagogin konnte wirklich unsere Bedenken zerstreuen.
Denn wenn man auch nicht täglich Aufzeichnungen macht, ist das auch gut.
Die Hauptsache ist, dass es Verschriftlichtes gibt und dass es bestehen bleibt.
Denn zu Bedenken zwei, es wird niemandem interessieren, konnte sie die allermeisten von uns überzeugen, dass es irgendwann, gewiss Menschen geben wird, welche an diesem Lesestoff höchst interessiert sind und sich darüber freuen werden. Seit diesem Kurs habe ich noch einmal eine andere Sichtweise zu diesen Themen bekommen.

Wenn wir im Moment leben, erleben und diese Erlebnisse in unseren Herzen und Verstand verankert sind ist das eine Sache. Doch eine andrere ist es wenn Menschen nach Jahrzehnten oder mehr nachlesen können, „wie es damals war“.

Herzliche Grüße hinaus in die Welt!

Veröffentlicht von

Monika-Maria Ehliah

... alles Wunderbare ist einfach und alles Einfache wunderbar! Wenn du in meinen Buchstaben-Zaubereien liest, auch zwischen den Zeilen, wirst du mich gewiss näher kennen lernen. Ich freue mich darauf!

2 Gedanken zu „„Erzähl und schreib doch mal““

  1. Herzlichen Dank für deinen Beitrag zu meiner Mitmachaktion! Und mich berührt es sehr, dass du uns an deinen Schreiberfahrungen teilhaben lässt. Insbesondere find ich die Ansicht eurer Kursleiterin sehr interessant, nämlich dass es sehr wohl Menschen gibt, die aufgeschriebene Erinnerungen und Erfahrungen wertschätzen.

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