Nationaler-Erzähl-eine-Geschichte-Tag


Dieser Tag ist wie geschaffen für Heidi Maria Stadlers
Erinnerungswerstatt.
Vielleicht hast auch du Freude daran mitzumachen.
***
In diesem Sinne, erzähl eine Geschichte.
Oder noch besser – schreib sie auf.
Herzliche Grüße und Segen!
***
Hier eine kleine Erzählung.
Sie ist vom 27.10.1982.
Am Tag genau, vor neununddreißig Jahren.

Alles ist gut weil es ist!

Regen, Nebel, tristes Herbstwetter, ich war nicht so glücklich, wie ich hätte sein können. Mein Glück war schwer getrübt. Dieser Umstand hatte jedoch nichts mit dem Wetter zu tun. Jedoch mit den Familienumständen.
Sowohl in der Familie meines zukünftigen Mannes, als auch in meiner Herkunftsfamilie. Sie waren nicht nur, nicht perfekt, sondern höchst unerfreulich. An diesem Tag haben wir geheiratet. Wir wussten, auch wenn wir die Heirat verschoben hätten, hätte das nichts gebracht. Denn es dauerte Jahre, bis sich in meiner Familie alles normalisierte, und mein Ehemann als der geliebte Schwiegersohn / Schwager anerkannt wurde. Im Gegenteil zu seiner Herkunftsfamilie. In dieser hatte es sich in all den fünfundzwanzig Jahren unserer Ehe nie zum Guten gewendet. Sie konnten mich einfach nicht leiden. Und das bis zum heutigen Tag.
Rückblickend betrachtet, erkannte ich, dass diese Umstände, all die Jahre unser Eheleben sehr belastet hatten. Egal war war, oder auch nicht war. Die Schulidge,
war in jedem Fall ich. Das sah auch, und das war die Tragik auch mein Mann so.
Jedoch darf ich behaupten, dass diese vielen Jahren unserer Ehe für mich die größte Meisterschaft meines Lebens darstellt. Ich durfte lernen, erkennen und mich entwickeln. Das jedoch hatte ich in den schmerzerfüllten, tränenreichen Jahren nicht sehen, geschweige denn, so wahrnehmen können. Der Schmerz darüber, dass es so war, wie es war, begleitete mich Tag und Nacht. Tagein und Tagaus. Jahrein und Jahraus. Dennoch hatte ich die Hoffnung, dass es einmal anders werden könnte nie aufgegeben. Bis zu dem Zeitpunkt, andem mir meine ehemaliger Ehemann eröffnete, dass er eine Frau kennen gelert hat, mit der er den Rest seines Lebens verbringen wolle. Mein ohnehin schon sehr brüchig gewordenes Lebenshaus ist damals im September 2006 endgültig eingestürzt. Was mir blieb, sind Lebenserfahrungen die mich zu der Frau gemacht haben, die ich heute bin. Darauf bin ich stolz.
Jedoch der allergrößte Schatz, ein Gottesgeschenk, ein Geschenk des Himmels ist meine geliebte Lieblingtochter. Dafür danke ich, so sehr wie eine Mutter nur danken kann.
****
Herzensgrüße mit inniger Dankbarkeit!
Segen, Segen, Segen!

Veröffentlicht von

Monika-Maria Ehliah

... alles Wunderbare ist einfach und alles Einfache wunderbar! Wenn du in meinen Buchstaben-Zaubereien liest, auch zwischen den Zeilen, wirst du mich gewiss näher kennen lernen. Ich freue mich darauf!

7 Gedanken zu „Nationaler-Erzähl-eine-Geschichte-Tag“

  1. Herzlichen Dank für deinen Beitrag zur Erinnerungswerkstatt und dass du dein Lebenswissen mit uns teilst! Ich könnte mir vorstellen, dass diese Zeit deiner Ehe alles andere bloss nicht einfach war. Dass du dennoch weiter nach vorne schaust, dafür hast du meinen Respekt!

    Gefällt 1 Person

      1. Bitteschön, liebe MM
        Dass du dieser für dich sicherlich nicht leichten Zeit dennoch auch etwas abgewinnen kannst in Form von Wachstum und Reifen ist, trotz allem, auch etwas.
        Schön, dass du nun glücklich bist! Dir alles Gute!
        Herzliche Grüße, HM

        Gefällt mir

  2. Wie sehr ich dir das alles nachfühlen kann, liebe Monika-Maria, aber du hast recht, man reift daran und entwickelt sich. Und was bei dir deine Lieblingstochter ist, ist bei mir mein Lieblingssohn! ❤❤❤
    Liebe Grüße und hab einen schönen Abend,
    Monika.

    Gefällt 1 Person

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