Internationaler Tag des Friedens

Ich denke dieser Beitrag passt sehr gut zum heutigen Tag.

Sozialer Frieden beginnt im Kleinen

Es war kurz nach halb elf vormittags. Im Supermarkt indem auch ich mich befand, herrschte rege Betriebsamkeit. Doch alles lief in geordneten Bahnen. Alle Klientel war vertreten. Von Senior*innen bis Kleinstkinder, die in den Kinderwägen von ihren Müttern durch Geschäft kutschiert wurden.
Als ich mich bei der Kasse anstellte, waren schon etliche Leute vor mir. Auch nach mir war rasch die Menschen-Schlange länger geworden.  In dem Teil vor mir, erblickte ich einen Mann, der als einzige keine FFP-2 Maske trug. Ich beobachtete ihn kurz. Er suchte bei den Süßigkeiten die beim Zugang zu den Kassen angebracht sin. Regelmäßig blickte er um sich, schaute den Wartenden ins Gesicht.
Ja, sein Verhalten schien mir provokant. Die Kassierin hatte ihn auch entdeckt und mir kam so vor, als rutschte sie immer tiefer in ihren Stuhl hinein, so als wolle sie unsichtbar werden. Auch andere Kunden wurden aufmerksam.  Es war eine spürbar  unangenehme Situation. Es war ganz still. Niemand sprach. So meldete ich mich zu Wort: „Entschuldigen sie, mir scheint es ist ihnen entgangen, dass in Lebensmittelgeschäften FFP-2 Maskenpflicht herrscht.“, sagt ich zu dem Mann.
In dem Moment schien mir, wollte die Kassierin unsichtbar werden, so unangenehm dürfte ihr die Situation gewesen. Mit einem lapidaren, “habe ich vergessen“  antwortete der Mann. Er hatte mittlerweile bezahlt und schlenderte Richtung Ausgang.

Die Kassierin wollte ich zu dem Vorfall nicht ansprechen, noch dazu vor so vielen Kund*innen, also bezahlte auch ich meine Einkäufe und ging anschließend zum Personalraum und bat mit der Filialleiterin sprechen zu dürfen. Dieser schilderte ich den Vorfall.  Sie entschuldigte sich, obwohl sie nicht anwesend war. Doch ich sagte ihr, dass ich der festen Überzeugung bin, dass in derartigen Situationen das Personal sehr wohl das Recht (um nicht zu sagen, die Pflicht) haben, solche Kunden auf die gegebenen Regeln aufmerksam zu machen.
***
Ich sehe es als meine Pflicht hier zu reagieren und nicht stillscheigend zuzusehen.
Herzliche Grüße und Segen!

Veröffentlicht von

Monika-Maria Ehliah

... alles Wunderbare ist einfach und alles Einfache wunderbar! Wenn du in meinen Buchstaben-Zaubereien liest, auch zwischen den Zeilen, wirst du mich gewiss näher kennen lernen. Ich freue mich darauf!

17 Gedanken zu „Internationaler Tag des Friedens“

  1. Gilt bei Euch ffp2-Pflicht in Lebensmittelgeschäften? Bei uns ist die OP-Maske mindestens verpflichtend. Ich habe auch schon mal meine Maske vergessen und merkte es verspätet. Hätte man mich angesprochen wäre es für mich völlig in Ordnung gewesen. Ich kann aber auch verstehen, wenn man sich nicht traut das anzusprechen. Gerade wegen der aktuellen Nachrichten.

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    1. Ja gilt bei uns erst seit kurzem wieder. Einige Wochen galt vorher einfach Mund-Nase-Schutz.
      Seit ein paar Tagen verpflichtend FFP-2. Steht an jeder eingangstüre. Bank, Supermarkt, Arzt, Apotheke, Trafik. ……
      Groß und deutlich sichtbar. Ich hatte den Eindruck, dass dieser Mann nicht einfach vergessen hat. Spätenstens als er die übrigen Leute MIT Masken sah. Ich finde dass solche Aktionen unter den Leuten Unruhe stifet und so ist das enorm kontraproduktiv. Das ist meine Meinung.
      Liebe Grüße dir und alles Liebe!

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      1. Das verstehe ich. Ich hatte vor Ostern eine schräge Begegnung auf einem Supermarktplatz. Der Parkplatz war mega voll und ich parkte in einer gefundenen „Lücke“ über den begrenzten Streifen. Als wir aus dem EDEKA rauskamen und am Auto ankamen, wurden wir von 3 anderen wüst beschimpft als „Typisch Weiber und parken…“. Wir blieben ruhig und hörten uns das an. Dann sagte ich im ruhigen Ton, dass ich die freie Lücke mit dem Wissen der Linienüberschreitung nahm, weil die Fahrzeuge rechts und links ebenfalls nicht in ihren Lücken standen. Den Leutz ging ein Lichtlein auf und wir mussten alle lachen. Auch das ist Frieden 🙂

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      2. Ich bin auch alles andere als perkekt! Leider!
        Stimmt wir haben das nicht gelernt.
        Im Gegenteil, Mama sagte: „Mich dich nicht ein! Geht dich nichts an! Fang keinen Wirbel an! Halte den Mund!“ Da gab es auch bei mir jede Menge Lernpotential. Noch dazu wo ich einen heftigen Gerechtigkeitssinn habe und Unrecht nicht ertragen kann. Wahrscheinlich auch deswegen weil ich so viel Unrecht schon ertragen musste / habe.

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      3. Ich bin Mitglied eines schwer komplex traumatisierten Familiensystems. Bei uns herrschte nicht nur die ->Sprache der Gewalt. Ich lese ab und zu bei einigen WP-Blogs mit zu den Tags Trauma, KPTBS, Dissoziation, DIS mit. Ich verstehe sie und traue mich nicht zu beteiligen. Dabei sind wir so viele! Ich bin aber nicht inaktiv und enagierere mich auf einigen politischen Ebenen. Fahre auch Mal zu Gruppen. Ein riesiger lohnender Aufarbeitungsprozess findet bei mir seit Jahren statt – gleichzeitig auch für Recht und Gerechtigkeit.

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  2. Liebe Monika,
    das Verhalten der Kassiererin scheint mir, so wie Du es schilderst, doch sehr von Ängstlichkeit geprägt zu sein. Vielleicht hat sie früher die „vergesslichen“ Kunden daruf angesprochen. Vielleicht wurde sie danach verbal attakiert? Bei der Courage, die die anderen Kunden in Deiner Erzählung zeigten, glaube ich nicht dass sie großartige Unterstützung erhielt. Wegen der Kassierin hast Du Dich an die Filialleitung gewandt, aber was tatest Du vergleichbares gegenüber den anderen Kunden?
    Ich finde es super dass Du wenigstens den Mund aufmachtest und ihn darauf hinwiest.
    Ich fände es aber weitaus besser wenn die Filialen jemanden abstellen der darauf achtet, dass alle Kunden einen Mund-Nase-Schutz tragen die den Laden aufsuchen.
    Segen für Dich
    Rika

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    1. Liebe Rika,
      danke für dein dich einlassen.
      Ich galube, dass die Kassieren den Kunden nicht ansprechen wollte, weil doch der Kunde König ist. Also das ist meine Einschätzung.
      Und zum Anstellen bzgl der Kontrolle wegen der Maskenpflichteinhaltung, vermute ich, das dies zu teuer sein würde.
      Es ist also alles nicht so einfach auf beiden Seiten.
      Liebste Segensgrüße M.M.

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