Lebensgeschichtliche Erinnerungen: Feste feiern

Inspiriert wurde ich zu diesem Beitrag durch die
Erinnerungswerkstatt von Heidi Maria Stadler

Ja! Feste feiern, das ist es. Ich liebe es und ich liebte es schon immer. Als Kind war ich total begeistern von jedem Familienfest. Bis zu meinem vierzehnten Lebensjahr, lebte ich mit meinen Eltern und Geschwistern im Elternhaus von Mama. Also bei den Großeltern mütterlicherseits.  In diesem Hause lebte auch eine Schwester von Mama. Die damals noch ledig war und noch im Elternhaus ihr daheim hatte.
Bei meinen Großeltern kamen sonntags alle zusammen. Wer waren alle? Alle  waren. Die fünf Kinder meiner Großeltern mit ihren Partnern und Partnerinnen und alle Enkelkinder. Oh ja, da kamen schon etliche Menschen zusammen. Das war herrlich.
Oma und Mama haben aufgekocht. Gesessen sind wir unter dem großen, alten Kastanienbaum, dort hatte mein Vater eben für diese Anlässe einen Tisch und Bänke aus Baumstämmen angefertigt. Wir hatten alle im Schatten des Baumes Platz gefunden. In der kalten Jahreszeit, kamen wir in der Stube zusammen. Rund um den großen Esstisch in der Ecke des Herrgottswinkels der zu jeder Zeit festlich geschmückt war. Wenn auch nur mit Blumen aus Plastik. Dennoch oder gerade deswegen war es einzigartig. Es gab natürlich auch diese ganz besonderen Treffen, die eben an festlichen Feiertagen statt fanden. Diese habe ich bis heute mit ihrem Charme und flair in meinem Herzen. Ebenso mit der Gemeinsamkeit, Feierlichkeit und herzlichen Verbunsenheit in geselliger Gemütlichkeit.
Außerdem war es so, dass meine Oma häufig Besuch bekam. In dem verschlafenen, zauberhaften Dorf im Mühlbachtal in dem wir lebten, und meine Familie teilweise heute noch lebt, war es Sitte, dass die Kontakte zu den Nachbarn gut gepflegt wurden. Da kam schon mal die eine oder andere Nachbarin zu einem Plausch mit Oma vorbei. Schnell gesellten sich meine Mama, meine Geschwister und ich dazu. Das ganze spielte sich in der warmen Jahreszeit auf der Hausbank oder auf der „Scheiterhüttenbank“ ab. Die Männer, also Opa und Papa waren zu dieser Zeit meist in der Arbeit. Ich habe diese Zusammenkünfte so sehr genossen, nein ich habe sie geliebt. So sehr, dass ich sie bis heute vermisse.
**
So ihr Lieben, für heute ist aber jetzt wirklich Schluss.
Meine Hausaufgaben für meine Weiterbildung,
warten schon ungeduldig auf mich.
Schlaft gut!

Veröffentlicht von

Monika-Maria Ehliah

... alles Wunderbare ist einfach und alles Einfache wunderbar! Wenn du in meinen Buchstaben-Zaubereien liest, auch zwischen den Zeilen, wirst du mich gewiss näher kennen lernen. Ich freue mich darauf!

7 Gedanken zu „Lebensgeschichtliche Erinnerungen: Feste feiern“

  1. Solche herrlichen Familienfeste kenne ich auch, und habe sie genau wie du so sehr genossen.
    Heute ist die Familie kleiner geworden, und leider auch mancher Kontakt verloren gegangen, was ich sehr bedauere. Umso mehr freu ich mich über jedes Zusammensein dürfen, das noch möglich ist!
    Einen schönen, entspannten Abend wünsche ich dir mit lieben Grüßen
    Monika.

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    1. Liebe Monika, die Familie ist bei uns auch viel, viel kleiner geworden. Noch dazu ist es schwierig geworden die Leute an einen PUnkt zusammen zu bringen. Genau das habe ich vorgestern mit meiner Tante besprochen. Einige zieren sich permanent. Andere wiederum haben nie Zeit, doch wenn man es bedauert jammern sie undbeklagen sich – doch es besteht keine Bereitschaft dazu. Das macht mich sehr traurig.

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      1. Ja, ähnlich wie bei dir ist es bei meiner Familie auch. Das macht wirklich traurig. Als meine Großeltern noch lebten, war die Familie irgendwie fester und inniger miteinander verbunden, das ist wohl heutzutage ein Problem unserer schnelllebigen Zeit, wo leider die Zeit für familiäre Gemeinsamkeiten auf der Strecke bleibt, bedauerlicherweise!

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      2. Also wir, der Kern der Familie sind regelmäßig versammelt, naja wegen C. nicht so oft. Doch die Geschwister von Mama und deren Familien wollwn, dass wir zu ihnen ins Haus kommen. Also kein großes Familientreffen. Das ist nicht einfach, wenn wir ins Salzkammergut kommen, müssten wir jedes mal bis zu sechs Familien besuchen. Da wäre halt ein Treffpunkt angenehmer und alle beisammen auch netter. Liebe Grü0e M.M.

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