Linkshänder-Tag

Traumatische Erlebnisse eines Mitschülers

Der 13. August 1976 wurde zum Linkshänder-Tag anerkannt. Seither wird er jährlich begangen.
Ich erinnere mich an meine Schulzeit. An einen Mitschüler, mit dem ich die Schulbank teilte. Er war Linkshänder. Konnte nur mit der linken Hand schreiben. Die Lehrerin quälte ihn regelrecht, um ihn umzuerziehen. Das war für ihn die reinste Tortur. In jeder Unterrichtsstunde weinte er, weil es für ihn so unerträglich war. Einmal kam sogar seine Mutter während des Unterrichtes und bat die Klassenlehrerin ihn doch mit der linken Hand schreiben zu lassen. Diese hatte jedoch kein Einsehen. Ich hoffe, dass so Etwas heute nicht mehr passiert.
*** 

Selbst Kind, war ich damals sehr entsetzt über das Verhalten der Lehrerin.
Weil ich einfach keinen Sinn darin sah und bis heute nicht erkenne
wo der sein sollte.

Herzenensgrüße hinaus in diesen Tag!

Veröffentlicht von

Monika-Maria Ehliah

... alles Wunderbare ist einfach und alles Einfache wunderbar! Wenn du in meinen Buchstaben-Zaubereien liest, auch zwischen den Zeilen, wirst du mich gewiss näher kennen lernen. Ich freue mich darauf!

7 Gedanken zu „Linkshänder-Tag“

  1. Einige Linkshänder in unserem Freundeskreis wurden früher „umerzogen“ und das war damals so ziemlich das dümmste was man machen könnte. Denn durch diese Bemühung mit der „schönen“ Hand, wie man es früher nannte zu schreiben, ließen die Bemühungen und Konzentration im Unterricht allgemein nach. So erzählte es mir eine Freundin, die ursprünglich auch Linkshänderin ist.
    Unser Sohn ist Linkshänder und durfte es auch in der Schule sein, weil sich die Zeiten und damit auch Ansichten zum Glück geändert haben.
    Liebe Grüße und hab noch einen richtig schönen Tag mit vielen glücklichen Momenten, liebe Monika-Maria 🍀🌞🌺

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  2. danke für deine Gedanken. ich bin auch Linkshänderin und kam 1971 in die Schule. die Lehrer wollten, dass ich mit rechts schreibe, doch ich konnte das nicht und schrieb deshalb gar nicht. Meine Klassenlehrerin ließ mich daraufhin mit links schreiben.
    Mein Vater und mein Onkel wollten, dass ich mit rechts esse. Ich erinnere mich an eine Mahlzeit, es gab Spinat. Ich war so wütend, dass ich den Löffel mit der rechten Hand in den Teller warf. Daraufhin durfte ich mit links essen. Ich mache alles mit links ;-), außer die PC-Maus bedienen. Allerdings tue ich mich mit manchen Dingen immer noch schwer: Dosenöffner zum Beispiel. Was ganz schlimm ist, ein Verlängerungskabel aufzuwickeln, das immer von Rechtshändern aufgewickelt wurde und den „richtigen“ Schwung hat. Bei mir sieht das dann aus wie Kraut und Rüben.

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    1. Da hast du dich behauptet. Finde ich sehr gut!
      Ich bin eine reine Rechtshänderin. Doch es gibt Dinge die auch ich mit links mache. Die Hundeleine führen, Taschen tragen, vielleicht noch ein paar Sachen, doch die fallen mir gar nicht ein im Moment. Liebe Wochenendgrüße M.M.

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  3. Mein Sohn ist auch Linkshänder, und er wurde zum Glück weder von mir noch später in der Schule „umerzogen“. Und ich erinnere mich immer so gerne an ein Erlebnis im Kindergarten, er konnte sich nicht richtig „abgucken“, wie man Schuhe zubindet, da hat sich die Erzieherin vor ihn gehockt, ihre Schuhe zugebunden und ihm gesagt, er solle es so nachmachen, also quasi spiegelverkehrt, und dann konnte er Schuhe zubinden und war ganz glücklich! Ich fand das eine so liebe Idee!
    Einen schönen Abend wünsche ich dir, liebe Grüße
    Monika.

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