Schlachtfeld am Rodelberg: #1| Der Dienstag dichtet 16.3.21

Die Bäume werden wild geschlachtet,
Respekt vor deren Leben wird nicht beachtet.
Ein Baum nach dem anderen  zu Boden fällt,
weil für diese Menschen was anderes zählt.
Ihr Fallen hört sich an wie ein Schuss,
doch es ist damit nicht Schluss.
Wenn ich das sehe blutet mein Herz,
es erfüllt meine Seele mit Schmerz.
***
Es ist schlimm. Jeder noch nicht verbaute Quatratmeter wird zubetoniert ohne Rücksicht auf die Natur zu nehmen. Das ist m.E. gleichzusetzen mit der Missachtung der Einwohner*innen unseres Ortes. Der Slogan unserer Marktgemeine lautet: „Sankt Florian lebenswert. Sankt Florian liebenswert.“ Der stetig an Aktualität verliert. Im Vordergrund steht Wirtschaft und Tourismus.
Jetzt hat sich eine Bürgerinitiative gebildet, „Rettet den Rodelberg“. Momentan werden Unterstützungserklärungen gesammelt. Ich vertraue auf die Weisheit der Menschen und hoffe auf rege Beteiligung.

Mit vielen lieben Grüßen.
Segen!
***

Die kollektive Schreibaktion Der Dienstag dichtet wurde von Katha kritzelt initiiert. Jeden Dienstag veröffentlichen Autor*innen ein Gedicht über etwas, das sie bewegt.
Folgende Autor*innen machen bisher mit:

Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkrams
Werner Kastens
Findevogel
Wortverzauberte
Ein Blog von einem Freund
Lyrikfeder
Nachtwandlerin
Lindas x Stories
La parole a été donnée à l’homme
und Gedankenweberei

 

Veröffentlicht von

Monika-Maria Ehliah

... alles Wunderbare ist einfach und alles Einfache wunderbar! Wenn du in meinen Buchstaben-Zaubereien liest, auch zwischen den Zeilen, wirst du mich gewiss näher kennen lernen. Ich freue mich darauf!

20 Gedanken zu „Schlachtfeld am Rodelberg: #1| Der Dienstag dichtet 16.3.21“

  1. Ich drücke die Daumen! Es ist ja auch so unsinnig: Wenn alles zubetoniert ist, wird vermutlich irgendwann auch kein Tourist den Ort mehr liebenswert finden… . Nur leider dauert es dann sehr viele Jahre, bis vielleicht irgendwann wieder neue Bäume gewachsen sein werden. Wenn überhaupt …

    Gefällt 1 Person

    1. Ja ich gebe dir recht. vor ein paar Jahren mussten alte, gesunde Bäume sterben, damit einige Parplätze für ein Geschäft fgemacht werden konnten. Bäume di als Schattenspender dort sehr beliebt waren. Aber, erst wenn der letzte Fisch gestorben, der letzte Baum gerodet, werden sie erkennen, dass man Geld nicht essen kann.

      Gefällt 3 Personen

  2. Schlimm, wirklich schlimm. Auch bei uns. Wir sind Einzugsgebiet um die stolze „Metropole“ Frankfurt am Main. Und bei uns im Umland, wo die Natur noch in Ordnung ist, Landwirtschaft betrieben wird, schießen die Lagerhallen der Versandhäuser und Logistik-Unternehmen wie Pilze aus dem Boden. Und jede Halle wird mit dem Arbeitsplatz von 100 oder 200 Leuten gerechtfertigt. Aber so viele Hilfsarbeiter gibt es bei uns in der Gegend gar nicht, die für Mindestlohn arbeiten wollten. Also karrt man Billiglöhner aus Rumänien etc. heran.
    Verstehen tut das keiner hier. Aber irgendein Bürgermeister muss sich mal wieder etwas an den Hut schreiben.

    Gefällt 4 Personen

    1. Ich sehe das so wie du. Zumal es die Kathedrale sowieso nicht mehr werden wird die es einst war. Ich denke die Bevölkerung sollte sich viel mehr einmischen und empören und nicht jedem Bauherrn ect. freies Geleit geben.
      Segen dir du Liebe! Umarmungen von Herz zu Herz. M.M.

      Gefällt 1 Person

  3. Schade ist es auch um die ganzen kleinen Pfade und Miniwildnisse. Immer kommt jemand und will es ordentlich haben und zum Schluß ist alles begradigt, gepflastert, tot und unfassbar langweilig. Da könnte ich echt wütend werden, wenn ich zu lange drüber nachdenke.

    Gefällt 2 Personen

  4. Es ist wirklich furchtbar, was wegen des Geldes zerstört wird. Ich habe einen Bericht über ein Dorf im Ostdeutschland gesehen, da haben sich junge Leute zusammengetan und sind dorthin gezogen, wo sie Geschäfte etc. eröffnet haben. Vor allem haben sie einen Sammelprotest gegen das Abholzen ringsherum gestartet und damit Erfolg gehabt.
    Ich drücke den Daumen, dass Ihr Erfolg habt. LG Marie

    Gefällt 2 Personen

    1. Grüße dich Marie,
      danke für dein hier sein. Auch für deine Worte.
      Ich bin davon überzeugt, dass sich Menschen formieren müssen und aufstehen, sich empören und nicht den Mund verbieten lassen. Nur so kann Veränderung stattfinden. Doch wagen viele den Weg nicht, wegen der vielen Stolpersteine, den Rügel vor den Füßen und wegen der befürchteten Aussichtslosigkeit. Ich bin sehr erfreut, weil diese Aktion von vielen Menschen hier unterstützt wird. Danke an jede/n!
      Segen dir Marie und bleib gesund und froh!

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  5. Ich kann deine Stimmung so gut nachempfinden, liebe Monika-Maria, es ist einfach schändlich, so mit der Natur umzugehen! Und die Frage ist doch auch, wer will denn als Tourist zubetonierte Gegenden sehen, die haben die Städter doch, leider, zuhauf um sich rum, eigentlich möchten die doch Natur genießen, hoffe ich jedenfalls! Aber es ist wohl so, wie Mahatma Gandhi es schon gesagt hat: „Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.“
    Viel Erfolg für die Bürgerinitiative wünsche ich von Herzen und mit lieben Grüßen
    Monika.

    Gefällt 3 Personen

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